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  • Online Poker für Entwicklungsländer?

    Dienstag, 24. Januar 2012 von Robert
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Natürlich hat die Schließung der Online Poker Räume von PokerStars, Full Tilt Poker und UB.com im April letzten Jahres, am sog. Schwarzen Freitag die Betreiber verschreckt. Einer der größten Märkte für das Pokern online ist plötzlich weg gebrochen und die Branche sucht nun immer noch Hände ringend nach Alternativmärkte. Neue Gerüchte in der Branche lassen den Schluss zu, dass es demnächst Online Poker in einigen Entwicklungsländern geben sollte.

Der Schwarze Freitag hat aber auch dazu geführt, dass sich viele Online Poker Anbieter aus dem gesamten nordamerikanischen Raum zurück gezogen haben. Aber auch trotz der neuerlichen rechtlichen Entwicklung zu einer Genehmigung von Internet Poker sind diese noch recht zögerlich, auf diesen riesengroßen, jedoch rechtlich schwammigen, Markt zurück zu kehren. Da auch die Legalisierung von Online Poker in Europa nicht so recht voran kommt, hat sich aufgrund eines Berichtes des Media Entertainment Consulting Netzwerk (MECN) in der Branche die Idee entwickelt, dass man auf die Märkte in den Entwicklungsländern ausweichen könnte.

Das MECN hatte nämlich in seinem Bericht angemerkt, dass es in einigen asiatischen Ländern, hier wohl insbesondere Indien, immer mehr Poker Spieler gäbe, die auf nicht regionalen Internet Seiten online Poker spielen. Gerade auf dem indischen Subkontinent sieht der Online Poker Anbieter 2UP seine Chancen und hat schon im September des letzten Jahres eine Firmendelegation nach Indien geschickt, um Investitionspartner zu finden. Der Bericht des MECN hatte nämlich geschätzt, dass der indische Markt einen Umsatz von rund 50 Mrd. jährlich versprechen würde.

Aber hier hat der Gast nicht die Rechnung mit dem Wirt gemacht, denn auch in Indien ist Online Poker gesetzlich verboten. Daher wird man sicher gespannt auf die Stellungnahme der indischen Verhandlungspartner warten können.

Der lateinamerikanische Kontinent, auf dem in vielen Ländern das Online Glücksspiel ebenfalls verboten ist, scheint sich langsam der Chancen des Pokern online zu besinnen. Kleine Länder, wie Guyana, scheinen auf dem Weg zur Legalisierung zu sein. Die Regierung des Landes hatte sich vor kurzem mit den entsprechen Behörden von Antigua und Barbados, dass als Eldorado für Online Poker Sites gilt, ins benehmen gesetzt, um deren System kennen zu lernen.

Um noch einmal in den asiatischen Raum zurück zu kehren, sei erwähnt, dass auf den Philippinen kürzlich ein einheimischer Online Poker Anbieter von dem Vorwurf des illegalen Glücksspiel von einem Berufungsbericht in Manila frei gesprochen worden. Das Berufungsgericht führte in seiner Entscheidung aus, dass das Glücksspielgesetz aus den 1970er Jahren, also der Zeit des Kriegsrechtszustandes stammte. Es sei mehrfach novelliert worden. Aber keine der Novellen hat jemals das Online Poker und andere Internet Glücksspielaktivitäten in die unter Strafe gestellten Tatbestände aufgenommen. Daher gelte der Grundsatz, wo es keine Strafe gibt, kann eine Handlung nicht als kriminell eingestuft werden. Das Berufungsgericht beschuldigte sogar den damals amtierenden Justizminister, im Jahre 2006, als der Online Poker Raum geschlossen und seine technische Ausrüstung beschlagnahmt wurde, das Recht gebeugt habe.

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