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  • Gründe für den Lizenzentzug von Full Tilt Poker jetzt öffentlich

    Sonntag, 1. April 2012 von Robert
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Wie wir Online Poker Fans und auch Leidtragende am Desaster von Full Tilt Poker wissen, hat die Lizenzbehörde, von der der Poker Riese seine Lizenz erhalten hatte, die Alderney Gaming Control Commission(AGCC), zunächst seine Lizenz auf Eis gelegt und dann auch tatsächlich entzogen. Aber wir hatten ja auch schon darüber berichtet, dass die französische Unternehmensgruppe von Bernard Tapie, einer schillernden französischen Unternehmerpersönlichkeit, Full Tilt Poker wahrscheinlich übernehmen wird.

Die ACGG hatte schon im letzten Dezember im Nachgang der Schließung von Fullt Tilt Poker durch die amerikanischen Strafverfolgungsbehörden und den im Zusammenhang mit dem sog. “Schwarzen Freitag” gegen die Online Poker Website erhobenen Vorwürfen schnell gehandelt. Aber der Lizenzentzug könnte auch ein gerichtliches Nachspiel haben und so versucht die ACGG jetzt, ihr vielleicht vorschnelles Handeln zu rechtfertigen.

Der Bericht wurde von dem ehemaligen Vorsitzenden der British Gambling Commission, Peter Dean, verfasst und dieser bescheinigt der ACGG “Angemessenheit, Pünktlichkeit und Fairness” bei den ergriffenen Entscheidungen, die letztendlich zum Entzug der Lizenz von Full Tilt Poker geführt haben.

In seinem 12 Seiten langen Bericht bestätigt Dean, dass die AGCCC angemessen und schnell die erforderlichen Maßnahmen ergriffen habe, aber der Vorfall auch ein Lehrstück sei.

“Auch wenn der Anlass bedauerlich ist, so ist sie dennoch ein Musterbeispiel dafür, wie Reglementierung funktionieren kann und sollte”, führte Dean aus. “Sobald die plausiblen Hinweise über Unregelmäßigkeiten ruchbar wurden, handelte die AGCC unmittelbar und verhältnismäßig. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, Tatsachen erhoben, diese wurden in einer mündlichen Verhandlung mit allen Beteiligten diskutiert und die so gefundenen Beweise reichten aus, das Urteil mit seinen Folgen auszusprechen.”

“Dieser Lizenzentzug ist nur ein kleiner Trost für die von Full Tilt Poker Geschädigten.”

Dean regte an, dass in Zukunft von der AGCC direkte direkte Beziehungen zu Lizenznehmern aufgebaut werden sollten, um so rechtzeitig einschlägige Informationen über den Poker Anbieter zu erhalten.

In einer ersten Stellungnahme begrüßte die Alderney Gambling Control Commission den Bericht und gelobte, die Vorschläge in Zukunft in ihre Arbeit mit einzubeziehen.

So befriedigend sich dies auch anhört, die Frage der Entschädigung von Online Poker Spielern im besonderen Fall und in Zukunft allgemein, ist damit noch lange nicht gelöst. Für deutsche Spieler könnte es vielleicht eine Entschädigung des neuen Käufers von Full Tilt Poker geben, da die Tapie Gruppe schon vor rund zwei Wochen angekündigt hatte, einen Geldgeber hierfür gefunden zu haben. Offen scheint wohl immer noch die Frage zu sein, wie die mehreren Millionen, die eine Reihe von Profi Poker Spielern dem Unternehmen geschuldet werden, zurückgezahlt werden sollen.

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