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  • Donkbetting Teil 2

    Samstag, 30. Juni 2012 von t2admin
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Bei No Limit Hold´Em gilt die Regel: Informiere dich über deinen Gegner! Finde heraus, was er kann und wie er tickt und Du wirst ziemlich sicher siegen. Durch Donkbetting ist das möglich. Wird beispielsweise ein C-bet mit einem sehr hohen Pair geraist, ist es kaum möglich zu erfahren, ob der andere Spieler den Flop getroffen hat – oder nicht.

Donkbetting mit einer respektablen Hand

Der Vorteil an dieser Stelle liegt im Ergreifen der Initiative. Wer mit einer solchen Hand checkt (und wenn dies auch alle anderen Spieler tun, bis hin zum Button), wäre der Spieler mit dem Button sicher in einen KQ – Bet gegangen. So ist ein Call zwar auch möglich, bringt aber keine Sicherheit! Hat man nur eine marginale Hand und es sitzen noch einige Gegner hinter einem, wird es unter Umständen kompliziert. Ein Call auf die Bet am Flop löst sicher eine erneute Bet am darauf folgenden Turn aus! Ebenso dürfte der River das gleiche Ergebnis bringen. Wer aber will schon eine große Bet mit einem eher schwachen Paar callen, wenn die Gefahr einer Monsterhand beim Gegner besteht? Oder selbst, wenn dieser nur Luft in den Händen hält – wer will das risikieren? Das Donkbetting vermeidet solche Situationen und verschafft einem klugen Spieler Einsichten, die sich im Laufe des Spiels bezahlt machen.

Donkbetting mit marginaler Hand beziehungsweise mit einem Draw

Wir besitzen ein etwa mittelgroßes Paar, ein marginaler Flushdraw liegt in der Luft. Am Tisch sitzen zudem zwei aggressive, aber eher schwache Gegner. Ein Donkbet verschafft uns Handlungs- und Informationspielraum, wir legen die zu setzende Höhe schließlich fest. So könnten wir den Pott gleich holen, aber vielleicht callen die Gegner auch bis zur nächsten Straße. Ein eigener Call verringert ihre Hände oder engt sie wenigstens ein: Eine wirklich starke Hand neigt eher zum Raisen, ein Draw oder eine sehr schwache Hand callen lediglich. Immer wieder lässt sich beobachten, dass solche Mitspieler die Bet am Flop zwar callen, beim anschließenden Turn jedoch folden – wenn man selbst weitersetzt.

So treffen wir also am Turn zwei Paare. Wenn der Gegner eine Hand hat, ist die Höhe des Einsatzes unwichtig: Wir aber wollen das Maximale herausholen! Wahrscheinlich haben wir sowieso das beste Blatt schon auf der Hand. Sieben – Neun etwa ist unwahrscheinlich, doch möglicherweise warten am Tisch ein paar Draws und warum sollten wir den River so preiswert geben? Setzten wir eine sehr hohe Bet, würde dies wie ein Bluff aussehen oder die anderen denken vielleicht, wir sind schon am Pot selbst interessiert! Demnach bleiben wir in der Höhe des Pots. Gegner, die ein Draw in Händen halten, folden nun, starke Hände hingegen werden sicher raisen. Hände mit Overpairs callen zumeist. Bringt uns nun der River ein Full-House, setzen wir natürlich All – In – was zu einem Call durch einen Damen – Paar führt.

Hätten wir nun besser auf das All – In verzichten sollen? Stattdessen einen Check versuchen sollen? Das Donkbetting erlaubt uns, den Gegner zu täuschen, wir bestimmen doch die Größe des Bets.

Aggressive Player hingegen spielen bei Donkbetting immer mal zurück oder sie callen – bis zum River! Das eigene Set oder die eigenen zwei Paare können dann im Heads- Up angewandt werden, indem wir warten, bis der Gegner einen Raise bringt – genau dann holen wir uns den Pot zurück!

In der Regel gibt ein schwacher Spieler einen Call auf die erste Straße – weshalb wir unseren Vorteil nutzen sollten und das ungemein effektive Donkbetting in unsere Strategie einflechten sollten.

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