1. Home>
  2. Poker Nachrichten>
  3. Donkbetting Teil 1
  • Donkbetting Teil 1

    Samstag, 16. Juni 2012 von Gustav
chips

So gut wie jedem guten Pokerspieler ist es bewusst, dass ein Player, der vor dem Flop raist, immer auch als erster vor der Entscheidung steht, den Turn entsprechend hoch anzusetzen. Allerdings kann der Spieler auch nur einen Check machen oder dem nachfolgenden Mitspieler das Feld überlassen.

Donkbetting ist ein Begriff aus dem No Limit Hold´Em. Es existieren für dieses Phänomen verschiedene Sichtweisen: Hier wollen wir vor allem auf eine Bet eingehen, die gegen den ursprünglichen Raiser gerichtet wird – von einem Spieler, der out of position steht. Für den Flop heißt dies, ein Spieler (out of position) setzt gegen den ersten Raiser. Das geht natürlich auch am Turn und am River. Ersteres verheißt einen Einsatz am Flop, der von einem out of position – Spieler gecallt wird, welcher eben am Turn aktiv wird. Hier besprechen wir nun die Variante des Donkbetting am Flop

Mini – Donkbetting

Viele Spieler denken beim Begriff Donbet an schlechte, unerfahrene oder willkürliche Player, die immer out of position aktiv werden. Dies heißt dann auch Mini-Donkbetting oder einfach Mini-Donkbet. Meistens kommt es dazu, wenn in einem Heads – up der Flop fällt. Die folgenden Bets, bleiben meistens sehr klein – zumindest im Vergleich zur eigentlichen Große des Pots. Nicht selten stellen sie einen Versuch dar, den Pot zu holen, bleiben aber zu schwach. Wer das oft versucht, callt in der Regel vor dem Flop, mit einer Vielzahl unterschiedlicher Hände, nur selten kommt es zu einem Pre-Flop Raise! Dies zeichnet ein sehr passives Spiel aus, die Hand ist dann wahrscheinlich eher sehr schwach oder aber sie hat den Flop einfach nur verpasst. Wirklich hoch zu setzen, erscheint solchen Pokerspielern zu riskant, sie wollen nichts Hohes callen und bleiben deshalb bei ihrem minimalen Einsatz.

Boards, die eigentlich einen C-bet erfordern, sind bei Spielern mit Mini-Donkbets zu beobachten: Ihr Mini-Donkbetting ist einem Check vergleichbar – wobei dieser sogar als mächtiger einzustufen ist! Ein Spieler mit Mini-Donkbet ist schließlich in der Lage, zu re-raisen. Ein großer C-bet ist deshalb völlig in Ordnung. Sollte der Gegner nach einem Mini-Donkbet den C-bet callen oder gar re-raisen, hat er ziemlich sicher eine starke Hand – und muss dann nicht unbedingt herausgefordert werden.

Donkbetting mit einer sehr schwachen Hand

Wer eine Hand out of position spielt, hat Nachteile. Das ist bekannt. Freilich gibt es auch einen positiven Aspekt: Der erste Bluff ist dem out of position Spieler sicher! Der Vorteil der Position, die ein preflop-raiser einnimmt, kann durch diesen möglichen Bluff wirksam begegnet werden. So ist ein Standard TAG Spieler, der zum raisen und stehlen neigt, kaum in der Lage, etwa einen Flop mit König – Acht – Zwei zu treffen. Dies passiert wirklich selten! Wer hier einen check – raise wagt, begibt sich auf gefährliches Terrain. Das kann teuer werden! Aus diesem Grund ist es sinnvoller, vor dem Raiser einen Einsatz zu wagen.

Allerdings darf dies auch nicht zu oft geschehen. Die Beachtung der verschiedenen Faktoren ist ungemein wichtig: Ist der Gegner etwa tight, sind Bluffs natürlich erlaubt, sie führen durchaus zum Sieg – und das auch immer wieder! Es gilt, sich den Flop anzuschauen: Ein Bube – Sieben – Sieben Flop oder auch ein König – Acht – Zwei Flop dürfte dem Gegner kaum helfen, ein Zehn – Bube – Dame hingegen schon. Entscheidend ist zudem das Charisma und die eigene Ausstrahlung am Tisch. Wer jeden Flop mit einem Donkbetting bedenkt, ist für Bluffer und Value-raiser ein leichtes Ziel! Schließlihch heißt Donkbetting immer auch, dass jemand mit einer Hand die Initiative ergreift – was letztlich die out of position – Lage ein wenig verbessert.

both

both

both

Wenn Sie daran interessiert sind, mehr über Onlinepoker zu lernen, suchen Sie auf Yahoo, dem Open Directory Project, oder Bing.